Aufschwung am Tresen
Während das Sondervermögen Straßen und Tunnel finanzieren soll, kauft die Gemeinde Strande davon eine Strandbar – damit der Aufschwung wenigstens einen Tresen hat, an dem er sich festhalten kann.
Während das Sondervermögen Straßen und Tunnel finanzieren soll, kauft die Gemeinde Strande davon eine Strandbar – damit der Aufschwung wenigstens einen Tresen hat, an dem er sich festhalten kann.
Trump verspottet eine Demonstrantin, nachdem sie bei seinem Auftritt geschlagen wurde – ungefähr so, als würde die Feuerwehr beim brennenden Haus zuerst den Rauchmelder beschimpfen und anschließend dem Brandstifter applaudieren.
Merz wollte mit dem halb vollen Glas Zuversicht verbreiten und zeigte dabei unfreiwillig, dass selbst Optimismus verschüttet wird, wenn die Regierung beim Reformieren schon am Einschenken scheitert.
Dänemark will Lehrer im Notfall körperlich eingreifen lassen, Deutschland setzt lieber auf Prävention – als würde man bei einer Schlägerei erst den Stuhlkreis aufbauen und hoffen, dass die Fäuste Gesprächsbedarf anmelden.
Trump verkündet die Feuerpause per Truth Social, während Russland offenbar weiter angreift – Diplomatie ist eben besonders belastbar, wenn sie ungefähr so verbindlich zugestellt wird wie eine ungelesene Nachricht in der Klassengruppe.
Die Union versteht unter Koalitionszusammenhalt offenbar, gemeinsam am selben Tisch zu sitzen und dem angeschlagenen Partner so lange gegen das Schienbein zu treten, bis er freiwillig seinen Stuhl räumt.
Trump fordert in Kiew einen Machtwechsel und verkündet kurz darauf eine Waffenruhe, von der die Ukraine nichts weiß – Diplomatie nach Art eines Hausmeisters, der erst kündigt und danach ungefragt die Hausordnung neu schreibt.
Wenn Trump seine Fans dafür verspottet, dass sie jeden Unsinn beklatschen, jubeln sie trotzdem – wie ein Wachhund, der dem Einbrecher begeistert die Hausschuhe bringt.
Irlands Vorschlag für den EU-Haushalt kürzt bei Forschung und Verteidigung, schont aber die traditionellen Fördertöpfe – so modernisiert man ein Auto, indem man den Motor ausbaut und den Aschenbecher poliert.
US-Botschafterin Kimberly Guilfoyle soll einen Trump-Spender um Begleichung ihrer Kreditkartenschulden gebeten und ihm Regierungskontakte angeboten haben – als wäre Washington ein Baumarkt, in dem man gegen Übernahme der privaten Rechnung einen Generalschlüssel bekommt, bitte ohne Kassenbon.